STUDIEREN IN BERLIN

An der UdK (Universität der Künste Berlin) können historische Instrumente in folgenden künstlerischen Studiengängen studiert werden:
  • Bachelor Orchesterinstrumente (Blockflöte)
  • Bachelor Tasteninstrumente (Cembalo oder Hammerflügel)
  • Master Orchestermusiker
  • Master Instrumentalsolist
  • Master Orchesterinstrumente mit Schwerpunkt Alte Musik (mit geteiltem Hauptfach)
  • Master Instrumentalsolist mit Schwerpunkt Alte Musik (mit geteiltem Hauptfach)
  • Master Tasteninstrumente (Cembalo oder Hammerflügel)
Folgende historische Instrumente werden als Hauptfächer der Masterstudiengänge Orchesterinstrumente und Instrumentalsolist angeboten:
  • Barockcello
  • Barockfagott
  • Barockoboe
  • Barockviola
  • Barockvioline
  • Blockflöte (BA und MA Instrumentalsolist)
  • Laute
  • Traversflöte
  • Schwerpunkt Basso Continuo für tiefe Streicher (Barockcello, Viola da gamba, Violone, Kontrabass)
Cembalo und Hammerflügel werden im Masterstudiengang Tasteninstrumente studiert.
Außerdem können alle historischen Instrumente auch in den pädagogisch-künstlerischen Studiengängen und dem Studiengang Tonmeister studiert werden.

LEHRENDE AN DER UDK

Lea Rahel Bader – Barockcello, BC-Praxis für tiefe Streicher

Mit der Auszeichnung „most promising baroque cellist“ beim internationalen Bach Wettbewerb in Leipzig 2012 begann für Lea Rahel Bader eine rege internationale Konzerttätigkeit im Bereich der Alten Musik. Sie gastiert auf internationalen Festivals wie Styriarte Graz, York Early Music Festival, Resonanzen Wien, Internationale Bach Akademie Stuttgart, Händel- Festspiele in Göttingen und Halle, Festival Bach de Lausanne mit Ensembles wie Lautten Compagney, Freiburger Barockorchester, Akademie für Alte Musik, Orchestra of the Age of Enlightenment und dem European Union Baroque Orchestra.

Zahlreiche CD- und Rundfunkproduktionen u.a. mit deutsche harmonia mundi, Sony Music, WDR, BR, BBC und Radio France bestätigen  Lea Rahel Bader als gefragte Continuo- Cellistin und Gambistin. Als Solistin präsentiert sie sich mit der Einspielung des von ihr wiederentdeckten Cellokonzerts von Domenico Lanzetti unter der Leitung von Andreas Küppers und dem Ensemble Teatro del Mondo. Lea Rahel Bader führt regelmäßig Musik des 20. und 21. Jahrhunderts auf, darunter viele neue Kompositionen auch als Uraufführung. Sie ist Mitglied im Ensemble United Berlin, welches eine intensive Zusammenarbeit mit Dirigent Vladimir Jurowsky verbindet und seit einigen Jahren als Ensemble in Residence des Konzerthauses auftritt.

Sie folgte Einladungen zu Festivals für Neue Musik nach Korea, Mailand, Alaska und Salzburg. Musiktheaterproduktionen (u.a. mit Helmut Oehring) runden ihre Tätigkeit im zeitgenössischen Bereich ab. Sie ist Preisträgerin verschiedener Wettbewerbe als Solistin und in kammermusikalischer Besetzung beim XVIII. Biagio- Marini Wettbewerb in Neuburg (Donau) 2017, II. Berliner Bach Wettbewerb 2016, Bach Wettbewerb in Leipzig 2012  und ist Gewinnerin des Hanns-Eisler Preises 2008 für die Interpretation zeitgenössischer Musik. Lea Rahel Bader lehrt an der Universität der Künste Berlin Barockcello und Basso Continuo Praxis für tiefe Streicher. 2017 wurde sie als Dozentin für einen Meisterkurs in die Hochschule für Musik in Münster eingeladen und unterrichtete Violoncello am Emanuel Feuermann Konservatorium der Kronberg Academy.

Ihr Violoncello- Studium absolvierte sie bei Matias de Oliveira Pinto und an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ bei Hans- Jakob Eschenburg und Prof.Stephan Forck. Weitere Anregungen erhielt sie von Claudio Bohorques und Peter Bruns. An der HfMDK Frankfurt (Main) schloss sie ihr weiteres Studium im Fach Barockcello bei Kristin von der Goltz und Viola da Gamba bei Heidi Gröger ab und erhielt künstlerische Impulse von Phoebe Carrai, David Watkin, Jaap ter Linden und Paolo Pandolfo

Christian Beuse – Barockfagott

Der Fagottist Christian Beuse studierte von 1979 bis 1983 an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin und von 1988 bis 1991 an der Schola Cantorum in Basel.

Er ist Mitglied der Akademie für Alte Musik Berlin und eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn seit 15 Jahren mit dem Concentus musicus Wien (Nikolaus Harnoncourt). Seit der Gründung im Jahr 1992 ist Christian Beuse Mitglied des Ensembles Das Reicha’sche Quintett – ein Bläserquintett, das auf frühromantischem Instrumentarium arbeitet und bereits acht CDs in Co-Produktion mit verschiedenen Rundfunkanstalten für New Classical Adventure aufgenommen hat. Konzertreisen führten ihn in nahezu alle Länder Europas, nach Argentinien, Australien, Brasilien, China, Ecuador, Indonesien, Israel, Japan, Kolumbien, auf die Philippinen, nach Singapur, Taiwan, Thailand, in die Türkei, nach Uruguay und in die USA. Neben regelmäßigen Rundfunk- und Fernsehproduktionen dokumentieren über 100 CDs mit Musik vom Mittelalter bis in die Romantik sein breites Repertoire.

Christian Beuse unterrichtete von 1995 bis 2001 am Konservatorium der Stadt Wien und von 2000 bis 2005 an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen. Seit 2001 hat er eine Lehrverpflichtung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und seit 2004 an derHochschule der Künste in Bremen. 2006 begann Christian Beuse seine Lehrtätigkeit an der Universität der Künste Berlin. Er war Dozent der Akademie für Alte Musik in Brixen/Bressanone und leitete unter anderem Meisterklassen bei der Internationalen Sommerakademie für Alte Musik in Innsbruck.

Sam Chapman – Laute, Theorbe, Barockgitarre

Sam Chapman wuchs in Südwestengland auf. Er studierte historische Zupfinstrumente bei Elizabeth Kenny an der Royal Academy of Music (London), wo er den Julian Bream Prize sowie Robert Spencer Award erhielt. 2004 kam er nach Basel, um eine Ausbildung zum Alexander-Technik Lehrer zu machen. Nach Erhalt des Leverhulme-Stipendiums studierte er an der Schola Cantorum Basiliensis im Masterstudiengang (MA) Laute bei Hopkinson Smith. 2012 schloss er außerdem einen MA in Generalbass bei Jesper Christensen ab.

Sam hat bei diversen CD-Produktionen mitgewirkt und trat schon bei herausragenden Festivals für Alte Musik auf, so zum Beispiel in der Wigmore Hall in London, im Konzerthaus Wien, und bei der Staatsoper Berlin. Als Continuo-Spieler hat er u.A. mit der Akademie für Alte Musik Berlin und dem Orchestra of the Age of Enlightenment mitgewirkt, sowie unter Dirigenten wie William Christie, Alessandro de Marchi, Diego Fasolis und Rinaldo Alessandrini. Zu seinem Kammermusik Partnern gehören der Tenor Gerd Türk und die Blockflötistin Laura Schmid.

Neben seiner künstlerischen Tätigkeit, leitet er regelmäßig Kurse für Alte Musik und Alexander-Technik. 2008 bis 2014 war er Korrepetitor für Laute an der Schola Cantorum Basiliensis, sowie Gastdozent für Laute und Basso Continuo an der Universidad Central de Bogota. Seit 2018 ist er Dozent für Laute/Theorbe an der Universität der Künste Berlin.

Susanne Fröhlich – Blockflöte

Susanne Fröhlich (geb. 1979 in Passau) studierte Blockflöte am Conservatorium van Amsterdam bei P.T. Leenhouts und erhielt 2004 nach dem Konzertdiplom ihr Masterdiplom mit Auszeichnung. Es folgte ein Studium Konzertexamen bei Prof. G. Lünenbürger an der Universität der Künste Berlin, das sie im Juni 2008 ebenfalls mit Auszeichnung abschloss. Seit April 2015 studiert sie Helder Tenor Blockflöte bei J. Fischer an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt und seit Oktober 2015 ist sie künstlerisch-wissenschaftliche Doktorandin an der Kunstuni Graz.

Susanne gibt regelmäßig Konzerte und Workshops inner- und außerhalb Europas. Als ehemaliges Gründungsmitglied des Blockflötenquartetts QNG – Quartet New Generation, tritt sie sowohl als Solistin als auch in verschiedenen Formationen auf, sowie in mehreren Musiktheaterproduktionen, u.a. andcompany&Co, Constanza Macras/dorkypark und Operalab Berlin. Sie wirkte bei zahlreichen Uraufführungen in renommierten Konzerthäusern und Festivals mit, u.a. mit Ensemble adapter, Collegium Novum Zürich, Figura Ensemble, ICTUS, Kronos Quartet and Neue Vokalsolisten.

Susanne ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe und Stipendien in Berlin, Darmstadt, Göttingen, Krakow, New York und Rotterdam. Seit Sommer 2004 lebt und unterrichtet sie in Berlin und hat seit April 2010 einen Lehrauftrag an der Universität der Künste inne.

Christoph Huntgeburth – Blockflöte, Traversflöte

Christoph Huntgeburth, Block- und Traversflöte, geboren 1956, studierte in Münster und Basel bei W. Michel und H.M. Linde, wurde 1982 ans Konservatorium Bern und 1984 an die Universität der Künste Berlin als Professor berufen. Neben seiner Lehrtätigkeit – auch als Dozent bei internationalen Meisterkursen – konzertiert Christoph Huntgeburth regelmäßig als Solist und Soloflötist der Akademie für Alte Musik Berlin und als Kammermusiker in den europäischen Musikzentren, dem fernen Osten, Nord- und Südamerika.

Von seinen zahlreichen Einspielungen des barocken, klassischen und romantischen Flötenrepertoires erschienen zuletzt: Friedrich der Große, Music for the Berlin Court mit der Akademie für Alte Musik Berln bei harmonia mundi, Friedrich II, Die Flötenkonzerte; Friedrich II, Die Sinfonien; Musik für Königin Luise, Kammermusik am Berliner Hof um 1800; alle bei Studios Berlin, J. Haydn, Die Flötentrios bei JPC und Friedemann Bach, Kammermusik bei NCA, alle mit dem 1985 gegründeten Ensemble Sans Souci Berlin.

Neben selbstgebauten Kopien aus eigener Werkstatt spielt Christoph Huntgeburth auf Originalinstrumenten der jeweiligen Epoche.
Unterrichtsschwerpunkt ist die Interpretation von Barockmusik. Unterrichtsziel ist neben der Vermittlung der technischen Grundlagen die Stärkung der künstlerischen Aussagekraft und Bühnenpräsenz anhand der Kriterien der musikimmanenten Strukturen und ihre physiologische Umsetzung durch Schulung der Selbstwahrnehmung.

Irmgard Huntgeburth – Barockvioline

Irmgard Huntgeburth, Barockvioline und Barockviola studierte Gesang, Violine und Barockvioline in Münster, Freiburg und Basel .
Zusätzlich besuchte sie zahlreiche Kurse für alte Musik und spezialisierte sich 1984 auf die historische Aufführungspraxis barocker Streichinstrumente. Sie ist Gründungsmitglied des Ensembles Sans Souci Berlin und als Konzertmeisterin und Kammermusikerin bei zahlreichen Konzerten und Produktionen im In- und Ausland zu sehen und zu hören.

Seit 1992 unterrichtet sie an der UdK Berlin Barockvioline- und viola sowie Kammermusik. Regelmäßig unterweist sie Instrumental- und Vocalesembles in der historischen Aufführungspraxis. Zahlreiche erste und zweite Preise ihrer StudentInnen bei Wettbewerben für „ Alte Musik“, wie beim Festival van Flanderen, beim Telemannwettbewerb, beim Graunwettbewerb, in Genova-Neri und beim Kammermusikwettbewerb der deutschen Hochschulen/alte Musik dokumentieren den Erfolg ihres Unterrichts. Als musikalische Leiterin von Opernproduktionen der Ensembles I Confidenti und Barocco Continuo arbeitet sie seit 2006 an der Verknüpfung von musikalischen und szenischen Inhalten.

Neben ihrer Tätigkeit als Musikerin ist sie seit 1999 Lehrerin der Atemarbeit nach Anna Langenbeck. Ihr künstlerisches und pädagogisches Profil ist geprägt von der Verbindung der Arbeit mit Atem, Körper, Stimme und Instrument.

Xenia Löffler – Barockoboe

Xenia Löffler studierte an der Schola Cantorum Basiliensis und dem Königlichen Konservatorium in Den Haag. Die Kritik lobt Xenia Löfflers „vollkommen selbstverständliche Virtuosität und ihren eleganten, an Farben und Nuancen reichen Ton.“ (Klassik.com)
Seit 2001 spielt sie die 1. Oboe bei der Akademie für Alte Musik Berlin und tritt mit diesem Orchester weltweit als Solistin auf. Auch andere Ensembles wie die Batzdorfer Hofkapelle, Collegium 1704 (Prag), das Händel-festspielorchester (Halle) und namhafte Dirigenten engagieren sie für solistische Aufgaben gerne und häufig.

Die Erforschung von unbekanntem Oboenrepertoire und ihre Veröffentlichung auf CD ist ihr ein besonderes Anliegen. Inzwischen liegen zahlreiche CDs mit solistischen Beiträgen bei Labels wie Harmonia Mundi France (Venezianische Hoboi-Concerti), Supraphon (Reichenauer) und Accent (Dresden Oboe Concerti, Graun Oboe Concertos) vor. Mit dem von ihr gegründeten Amphion Bläseroktett tritt sie seit 1998 bei internationalen Festivals auf und hat in dieser Besetzung neun vielbeachtete CDs eingespielt.

Seit 2004 leitet Xenia Löffler die Klasse für historische Oboen an der Hochschule für Künste in Bremen und gibt Meisterkurse im In- und Ausland. Im Wintersemester 2014/15 eröffnet sie eine Barockoboenklasse am Institut für Künstlerische Ausbildung/ Alte Musik der UdK Berlin.

Mitzi Meyerson – Cembalo, Hammerflügel

Mitzi Meyerson wurde in eine musikalische Familie in Chicago geboren, wo sie ihre Konzertkarriere mit sieben Jahren begann. Nach Abschluss ihrer Studien in Chicago und Oberlin zog sie nach London um das Ensemble Trio Sonnerie (mit Monica Hugget und Sarah Cuningham) mit zu begründen, mit dem sie viele Konzerte spielte und CD aufnahm.

Frau Prof. Meyerson hat 55 CDs eingespielt, viele davon Solo-Produktionen, die mit dem “Choc” und “Diapason D’Or” ausgezeichnet wurden und in die Bestenliste der Deutschen Schallplattenkritik aufgenommen wurden. Ihre Spezialität ist das Einspielen von unbekanntem Cembalorepertoire. Vor kurzem brachte sie eine CD mit Stücken von Richard Jones heraus, die vom Toccata Magazin als “CD des Monats” ausgewählt wurde und im Gramophone Magazin als “eine der besten Cembalo CDs des Jahres” beschrieben wurde.
Zusätzlich zu ihrem Solospiel ist Mitzi Meyerson Gründerin von “The Bottom Line”, einem variablen Ensemble, das sich dem Repertoire für Bass- und Continuo-Instrumente verschrieben hat und in Festivals in ganz Europa auftritt. Die populärste Besetzung ist das Berliner Cembalo Ensemble, bestehend aus drei bis fünf Cembalo, für das sie ein stetig wachsendes Repertoire arrangiert.

Mitzi Meyerson ist seit 1990 Professorin an der Universität der Künste Berlin und unterrichtet Cembalo, Hammerflügel und Kammermusik. Außerdem arbeitet sie mit Pianisten, denen sie hilft eine stilgerechte Interpretation von Bach durch Arbeit an Artikulation, harmonischer Struktur und vielen anderen Faktoren zu erarbeiten.

Natalie Pfeiffer – Korrepetition, Generalbass

Natalie Pfeiffer studierte Cembalo bei Prof. Mitzi Meyerson und Blockflöte bei Prof. Gerd Lünenbürger an der UdK Berlin, gefördert von der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Danach ging sie nach London, um dort am Constructive Teaching Centre die Alexandertechnik bei Walter Carrington zu lernen. Im Wintersemester 2006/07 übernahm sie einen Lehrauftrag für Korrepetition an der Universität der Künste Berlin. Seit 2014 ist sie hier als künstlerische Mitarbeiterin für Korrepetition und Nebenfach Generalbass tätig.

Frau Pfeiffer widmet sich sowohl im Konzertieren als auch in der Lehre hauptsächlich der Kammermusik auf Cembalo, Clavichord und Hammerflügel. Ihre Einspielungen sind u.a. Cembalowerke im Duo mit Lora Korneeva auf historischen Tasteninstrumenten, beim Musikinstrumentenmuseum Berlin in der Reihe „Klingendes Museum“ erschienen, und Werke von Friedrich II mit dem Ensemble Sans Souci. Im Juli 2014 wurde sie für die BBC Early Music Show als Intepretin der Claviermusik von Carl Philipp Emanuel Bach interviewt.

Jutta Voß – Historischer Tanz

Nach dem Studium langjährige Tänzerin im ENSEMBLE HISTORISCHER TANZ BERLIN (UdK) unter Prof. Karl Heinz Taubert, später seine Assistentin; seit 1989 Unterrichtstätigkeit in Historischem Tanz; seit dem Tod von Prof. Taubert 1990 Leiterin des ENSEMBLE HISTORISCHER TANZ BERLIN (UdK) und Lehrbeauftragte für Historischen Tanz / Bewegungskonventionen am Fachbereich Darstellende Kunst, Universität der Künste Berlin; seit 1999 Lehrbeauftragte für Historischen Tanz an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig in der Abteilung Alte Musik; daneben umfangreiche Lehr- und Unterrichtstätigkeit an verschiedenen Hochschulen von Flensburg bis Graz, von Frankfurt bis Shanghai sowie Aus- und Weiterbildungsinstituten in Deutschand, Frankreich, Tschechien, der Schweiz.

Tanzforschung, Rekonstruktion von Tänzen aus historischen Tanzschriften vom 15. bis zum 19. Jahrhundert, Choreographien, Einstudierungen von Programmen, und Aufführungen mit dem ENSEMBLE HISTORISCHER TANZ BERLIN (UdK) und anderen Tanzgruppen; vielfältige tänzerische Aktivitäten als Tänzerin im Ensemble und mit solistischen Auftritten in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Tschechien und China mit selbst konzipierten Programmen und Themenvorgaben bei Festivals.

Choreographien, Tanz- und Bewegungstraining an Theatern (u.a. Staatliche Bühnen Berlin, Renaissance Theater Berlin, Theater Basel, Deutsche Tanzkompanie Neustrelitz, Shakespeare Company Berlin und für Volker Schlöndorff) und für Fernsehen und Film (u.a. „Gutshaus 1900″/ARD, „Heinrich VIII“/Arte; Filme „Effi Briest“ und „Goethe!“); Choreographien im historischen Stil für die Tanzszenen in Oper, zu denen keine Originalchoreographie vorliegt: u.a. Rameau, „Pygmalion“, „Ballet des fleurs“ & „Die Prinzessin aus Navarra“; Mozart, „Pantalon & Colombine“; Campra, „L’Europe galante“; Telemann, „Damon“; Purcell, „Fairy Queen“ und „Dido and Aeneas“; Heinichen, „Die lybische Talestris“; wissenschaftliche und choreographische Veröffentlichungen, Übersetzungen, Vorträge, Vorlesungen zu verschiedenen Themengebieten des Höfischen / Historischen Tanzes.

Doerthe Maria Sandmann – Stimmbildung

Die Berliner Sopranistin Doerthe Maria Sandmann erhielt an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ bei Frau Prof. Renate Krahmer ihre Gesangsausbildung, die sie im Opern- und Konzertfach mit Auszeichnung abschloss. Sie absolvierte Meisterkurse u.a. bei Elisabeth Schwarzkopf, Eberhard Büchner und Barbara Schlick. Durch Ihre Begegnungen mit dem Cembalisten Armin Thalheim sowie der Lautten Compagney Berlin entdeckte Sie Ihre Liebe und stimmlichen Vorzüge für die sogenannte „Alte Musik“.

Sie hat sich durch Auftritte bei international renommierten Festivals u.a. in Salzburg, Wien, Graz, Ansbach, Frankfurt, Schwetzingen, Halle, Dresden, Potsdam, Würzburg, Bayreuth sowie in Mailand, Utrecht, Amsterdam und Singapur mit Opernpartien von Mozart, Haydn, Händel, Hasse sowie den Kantaten- und Oratorienwerken von Monteverdi bis Mendelssohn als eine vielversprechende Sängerin ihrer Generation profiliert.

Ihre besondere Liebe gilt dem Barockgesang in kammermusikalischer Besetzung. Darüber hinaus widmet sie sich immer wieder intensiv dem Liedgesang mit unterschiedlichen Programmen. Seit 2005 ist sie auch im Lehrauftrag an der UdK (Abteilung Alte Musik) als Pädagogin tätig und leitet Gesangskurse. Eine Vielzahl von CD-Einspielungen zeugen von ihrem künstlerischen Schaffen.